Autor: Dr. Obst

11.05.2012 – 19.30 Uhr – Die mitteleozäne Fossillagerstätte Eckfelder Maar

Als vor 44 Millionen Jahren heftige Vulkanexplosionen die Eifel erschütterten, wurde die Fossillagerstätte Eckfelder Maar geboren. In dem fast 1 Kilometer großen Krater entstand ein See mit einer Wassertiefe von 110 bis 150 Meter. Darin lagerten sich tonige Stillwassersedimente ab, die aufgrund von Sauerstoffarmut dunkel gefärbt sind und als Ölschiefer bezeichnet werden. Infolge der besonderen Bedingungen sind auf den Seeboden abgesunkene Tiere und Pflanzen perfekt erhalten. Sie zeugen nicht nur von einer vielfältigen Lebewelt an Land und im Wasser, sondern dokumentieren auch die Auswirkungen von Klimaschwankungen auf die im Tertiär bestehenden Ökosysteme für einen Zeitraum von ca. 250.000 Jahren. Seit...

28. GfG-Jahrestagung in Lübeck – vom 13.-15. April

Die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft für Geschiebekunde lädt in die traditionsreiche Hansestadt Lübeck ein. Das Jahrestreffen von und für alle Interessierten der Nordischen Geschiebe beginnt am Freitag den 13.04. mit einer Abendveranstaltung. Der Samstag ist dann den Themenreichen Vortägen gewidmet. Anschließend folgt die abendliche Jahreshauptversammlung aller Mitglieder der GfG und am Sonntag den 15.04. wird auf verschiedenen Exkursionen dem Lieblingsthema – den Geschieben in freier Natur – Aufmerksamkeit beim Sammeln und Bestimmen dargebracht. Weitere Informationen zu Übernachtungen, Programm und Veranstaltungsort finden Sie auf der Internetseite der Gesellschaft für Geschiebekunde  verwendetes Bildmaterial: © strichcode PIXELIO

13.03.2012 – 19.30 Uhr – Geologische Spuren in der Stadt Stralsund

Die Besiedlungsgeschichte Stralsunds reicht etwa 7500 Jahre zurück, in eine Zeit als das Litorina-Meer – ein Vorläufer der heutigen Ostsee – die Ufer der vorpommerschen Küste erreichte. 1234 wurde eine Ansiedlung deutscher Kolonisten durch den rügenschen Fürsten Wizlaw I. mit dem lübischen Stadtrecht bewidmet, konnte sich die Stadt in strategischer Lage am Strelasund im Lauf der Jahrhunderte zu einer wichtigen Hanse- und Seestadt entwickeln. Wie überall spiegeln auch in Stralsund die Bauwerke der vorindustriellen Zeit das Angebot an natürlichen Baumaterialen der Umgebung und ihre Nutzungsmöglichkeiten wider. Da es im eiszeitlich geprägten südlichen Ostseeküstengebiet kaum Natursteinvorkommen gibt, entwickelte sich ab dem...

AUSFALL — Der „Inselbergegletscher“-Vulkan – eine Collage zum Eyjafjallajökull auf Island

Bildquellenangabe: Thomas Kuban  / pixelio.de   Liebe Interessierte und Freunde der Geschiebekunde, leider muss ich Ihnen mitteilen, dass der Vortrag „Der „Inselbergegletscher“-Vulkan – eine Collage zum Eyjafjallajökull auf Island“ von Hilmar Schnick ausfällt. Deshalb freuen wir uns umso mehr, Sie auf den nächsten Vortrag am 16.März (19:30Uhr) mit dem Thema „Geologische Spuren in der Stadt Stralsund“ hinzuweisen.   Mit freundlichen Grüßen Andre Deutschmann Unter folgendem link steht das aktuelle Programm im pdf-format zum download bereit! Jahresprogramm der Sektion GfG-Vorpommern 2012

20.01.2012 – 19.30 Uhr – Faszinierende Geologie im Oman: „Schnellball Erde“, fossiler Meeresboden der Tethys und junge Tsunamiablagerungen

Der Oman befindet sich im Südosten der Arabischen Halbinsel. Aufgrund des Wüstenklimas und der damit verbundenen spärlichen Vegetation sind geologische Gesteinsformationen vorzüglich aufgeschlossen. Die großflächig sichtbaren Schichten und Strukturen erleichtern es auch dem Nichtfachmann, fundamentale erdgestaltende Prozesse zu verstehen. Spuren und Sedimente präkambrischer Gletscher lassen sich mit weltweit nachgewiesenen Eisablagerungen vergleichen, die eine globale Abkühlung nahe legen. Diese soll nach der „Schneeball Erde“-Hypothese vor ca. 650 Millionen Jahren zu einer nahezu vollständigen Bedeckung unseres Planeten mit Schnee und Eis geführt haben. Faszinierend sind auch die Überreste ozeanischer Kruste der Tethys, einem Meeresgürtel, der sich ursprünglich von Ostasien über Südeuropa bis...

GfG-Vorpommern Jahresprogramm 2012

Liebe Geschiebefreunde und Interessierte, die Planungen sind abgeschlossen und das Jahresprogramm ist fertiggestellt. Uner folgendem link steht das aktuelle Programm im pdf-format zum download bereit! Jahresprogramm der Sektion GfG-Vorpommern 2012

18.11.2011 – 19.30 Uhr – Tonvorkommen und ihre Nutzung in M-V

Ton ist ein sehr feinkörniger natürlicher Rohstoff, der als Verwitterungsprodukt aus Silizium und Aluminium reichen Gesteinen entsteht. Da Ton bei hohen Wassergehalten plastisch reagiert, verwendet der Mensch dieses Material seit Jahrtausenden für die Herstellung von Töpferwaren und Keramik. Als Hauptbestandteil von Lehm ist Ton auch als Baumaterial unentbehrlich. Daraus wurden zunächst luftgetrocknete und später gebrannte Ziegel hergestellt. In jüngerer Zeit ist Ton als Baustoff zur Abdichtung von Deichen und Deponien gefragt. Zu den weiteren Einsatzgebieten gehören die Stahl- und Glasindustrie (Innenauskleidung von Öfen mit Schamottsteinen) sowie die Papierherstellung (Ton als Füllstoff). In Mecklenburg-Vorpommern sind verschiedene Tonlagerstätten bekannt und teilweise seit...

21.10.2011 – 19.30 Uhr – Die schwedische Insel Rödö – Innenansichten eines Granitplutons

Pflastersteine aus Granit und anderen Kristallingesteinen Skandinaviens begegnen uns auf Straßen und Plätzen in norddeutschen Städten, aber auch als Baumaterial für dörfliche Kirchen und Scheunen. Sie wurden aus großen Granitmassiven Schwedens, Norwegens oder Finnlands mitgerissen und bezeugen Jahrmillionen alte magmatische Prozesse in der Kruste des europäischen Urkontinents, bei denen Gesteine aufgeschmolzen wurden und wieder erstarrten. Während Vulkane solche Gesteinsschmelzen – das Magma (griechisch: Teig) – an die Erdoberfläche befördern, wo sie häufig in Form von Lava ausströmen, bleiben sie in sogenannten Plutonen in den Tiefen der Erdkruste für lange Zeit verborgen. Aufgrund der andauernden Hebung Nordeuropas und Abtragung der oberen...

Geowissenschaftliche Exkursion nach Hiddensee 24.09.2011

 Werte Geschiebekundler und Interessierte, unsere 2. Sommerexkursion des Jahres führt uns nach Hiddensee. Wir treffen uns um 9Uhr in Schaprode am Fähranleger. Die Exkursion ist in mehrere Teile gegliedert. Neben der geologischen wird auch die historische Geschichte Hiddensees angeschnitten. Des Weiteren gibt es außer dem obligatorischen „Strandspaziergang“, auch einen Vortrag in der biologischen Station geben. Aufgrund des umfangreichen Programms und der kostenpflichtigen Fährüberfahrt, sind die Teilnehmerplätze limitiert. Bitte tragen Sie sich in untenstehendes

Geschiebekundliche Exkursion nach Rügen 08.07.2011

Die Küste Mecklenburg-Vorpommerns ist ausgesprochen vielgestaltig und sehr abwechslungsreich. Damit wir dem Thema unserer Sektion so nah wie möglich kommen, gibt es so wie jedes Jahr eine Exkursion an die steinreichen Geschiebestrände. Unsere diesjährige Juli-Exkursion wird uns nach Rügen führen. Genauer gesagt nach Dwasieden, welches südlich von Saßnitz gelegen ist. Sofern noch genug Zeit übrig bleiben sollte, können noch weitere Ziele angefahren werden. Der Transport erfolgt ausschließlich via privat Kfz. (Bitte vorher in Fahrgemeinschaften zusammenzufinden.) Los geht es am Freitag, den 08. Juli 2011 um 8.00 Uhr am Institut für Geographie und Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a). Im Innenhof befindet sich eine...

20.05.2011 – 19.30 Uhr – Flutbasalte in Indien – Exkursion zu den Dekkan-Trapps

Großflächige Basalteruptionen vor ca. 65 Millionen Jahren haben treppenartig gestufte Berge in der westindischen Provinz Dekkan hinterlassen. Die übereinander lagernden Lavaströme sind insgesamt teilweise mehr als 2 km mächtig. Sie bedeckten ursprünglich eine Fläche von ca. 1,5 Millionen Quadratkilometern. Damit gehören die Dekkan-Trapps genannten Flutbasalte zu einer der bedeutendsten Magmatischen Großprovinzen der Erde. Der intensive Vulkanismus mit dem Ausstoß von schwefligen Gasen hat zu globalen klimatischen Veränderungen und vermutlich in Zusammenhang mit einem gewaltigen Meteoriteneinschlag auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan (Chicxulub-Krater) zum Aussterben der Dinosaurier und vieler weiterer Tier- und Pflanzenarten an der Kreide/Tertiär-Grenze geführt. Auf einer geologischen Exkursion konnte...

11.03.2011 – 19.30 Uhr – Das Eem in Norddeutschland

Klimawandel, Erderwärmung, Treibhauseffekt sind häufig benutzte Begriffe in der aktuellen Diskussion über die durch den Einfluss des Menschen hervorgerufenen globalen Klimaveränderungen. Neben dieser anthropogenen Komponente werden Änderungen des Weltklimas aber vor allem durch natürliche Prozesse gesteuert, finden sich selbst in dem geologisch jungen Zeitenabschnitt des Quartär zwischen den Eiszeiten wärmere Phasen, in denen die Durchschnittstemperaturen noch einige Grad über den heutigen lagen. Die letzte Warmzeit vor unser heutigen wird als Eem-Warmzeit bezeichnet. Sie liegt zwischen der Saale- und der Weichsel-Kaltzeit und umfasst den Zeitraum vor 126.000 bis 115.000 Jahren. Die nach einem niederländischen Fluss benannte geologische Epoche ist in Mitteleuropa...

18.02.2011 – 19.30 Uhr – In every rock ticks a clock: Kosmogene Nuklide und die pleistozäne Vergletscherung Neuseelands

Spuren der jüngsten Eiszeit sind uns aus Nord- und Mitteleuropa bekannt. Dazu gehören Gletscherschrammen im skandinavischen Grundgebirge, Findlinge im norddeutschen Tiefland oder Stauchmoränen an der Ostseeküste. Auch in Nordamerika waren große Gebiete unter einem mächtigen Schild aus Inlandeis verborgen, lassen sich Relikte der jüngsten Vergletscherungen finden. Welche Spuren aber hat die Eiszeit auf der Südhalbkugel hinterlassen? Neue Untersuchungen zeigen, dass auch die südliche Hemisphäre von den Änderungen des Weltklimas betroffen war, aber die Klimaschwankungen nicht immer synchron verlaufen sind. Besonders Daten aus Neuseeland spielen eine wichtige Rolle in der Diskussion um die inter-hemisphärische Korrelation glazialer Signale. Auch in den neuseeländischen...

21.01.2011 – 19.30 Uhr – Grönland – Forschung zwischen kalbenden Gletschern und reißenden Schmelzwasserströmen

Greifswalder Geologen erforschen seit mehr als 100 Jahren die Auswirkungen der skandinavischen Inlandvereisung in Norddeutschland, deren Spuren und Hinterlassenschaften besonders gut an den Steilküsten der Insel Rügen sichtbar sind. Durch die Gletscher transportiertes und in Bruchstücke unterschiedlicher Korngröße zerriebenes Gesteinsmaterial blieb nach dem Niedertauen des Eises als sogenannter Geschiebemergel zurück. Diese Moränen verzahnen mit Schmelzwasserbildungen und Stauseesedimenten. Vergleichbare Ablagerungen und ähnliche Entstehungsbedingungen sind heute am besten an den Gletschern Grönlands zu beobachten. Wissenschaftler und Studenten der Universität Greifswald haben sich deshalb bereits mehrfach auf den Weg gemacht, um den aktiven Inlandeisrand in Westgrönland zu untersuchen. Vergleichsproben für mikromorphologische Analysen sollen...

GfG-Vorpommern Jahresprogramm 2011

Liebe Geschiebefreunde, auch für das neue Jahr haben wir ein buntes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und würden uns freuen, wenn insbesondere die Vorträge der Veranstaltungsreihe „Greifswalder Geowissenschaftlicher Abend“ wieder auf so große Resonanz stoßen würden, wie dies im letzten Jahr oft der Fall war. Mit besten Grüßen Karsten Obst